Nach unserem letzten Blogeintrag sind wir einmal quer durchs Land über Hanmer Springs nach Kaikoura gefahren. Wie bereits angekündigt bin ich dort mit den Delfinen geschwommen. Das Wetter war leider nicht so toll, aber egal: ES WAR SUUUUPER!!! Nachdem ich in einen sexy Neoprenanzug gekleidet wurde und eine kleine Einführung bekommen habe gings auch schon mit 7 anderen aufs Motorboot. Ziel sollte es sein, eine Attraktion für die Delfine zu sein, nicht anders rum... Uns wurde gesagt wir sollen möglichst viel Lärm machen, also singen oder quetschen, weil sie das anlockt. Natürlich kam ich mir zunächst ziemlich albern vor wie ich da in meinem neopren Anzug durch den Schnorchel „Alle meine Delfine schwimmen auf dem Meer“ gesungen hab, aber es hat funktioniert. Ca. 20 Delfine kamen an und sind um die Gruppe herum geschwommen. Einfach der Hammer, überall die spielenden und springenden Delfine. Sie sind auch ganz nah an mir vorbei und um mich herum geschwommen! Nach ca. 10 Minuten hatten die Delfine keinen Bock mehr, deswegen sind wir zurück aufs Boot um es an einer anderen Stelle nochmal zu versuchen. Auch da hat alles geklappt und die Delfine kamen ganz schnell zu uns. Nach dem dritten mal wars das dann aber und wir konnten uns auf dem Boot umziehen, noch ein paar Fotos machen und haben Kekse und Heiße Schokolade bekommen. Da die Delfine wahnsinnig schnell schwimmen und ich mehr mit genießen beschäftigt war hab ich leider kein anständiges Unterwasser Foto gemacht. Hier und da sieht man zwar mal ne Flosse, aber mehr auch nicht. Vom Boot aus sind ein paar gute entstanden. Albatrosse habe ich auch gesehen, aber leider nicht Fotografiert. Insgesamt war es einfach Klasse und das Geld absolut wert!
Noch am selben Tag haben wir uns auf nach Christchurch gemacht und dort in der Nähe, bei Lyttelton, einen der schönsten Schlafplätze gefunden (siehe Fotos von Canterbury). Bald gings auch schon weiter nach unten an der Küste entlang bis wir schließlich in Dunedin gelandet sind, wo wir Chris und Milan wieder getroffen haben. Die sind schon seit ca. 3 Wochen dort gewesen und haben uns ein bisschen die Stadt gezeigt. Abends waren wir beim „Sandfly Bay“ um nach Pinguinen Ausschau zu halten. Angeblich sollen dort abends jede Menge aus dem Wasser kommen, wir haben aber nur drei gesehen. Trotzdem toll! Vielleicht haben wir auch nicht lange genug gewartet... Zusammen mit Milan und Chris sind wir zwei Tage später nach Alexandria gefahren um dort nach Jobs zu suchen. Wir hatten einen schönen Platz am Fluss gefunden und gerade das Bier ausgepackt, da bekammen wir besuch: Unsere Freunde und Helfer! Vier Polizisten mit vier Autos, zwei davon zivil. Zum Glück waren die, wie fast alle Kiwis, ganz nett und haben sich nur über unser Billigbier lustig gemacht. Wir haben schon gedacht, wir kriegen ärger wegen dem Bier. In vielen Städten gibt es hier nämlich den alcohol ban. Schließlich waren sie eigentlich auf der Suche nach zwei Jungs, die wohl Fahrräder geklaut haben und sind so nach einem kleinen Pläuschchen über Bier in den Wald verschwunden.
Die Jobsuche am nächsten Tag war erfolglos: Zwar jede menge Arbeit auf den Feldern und im Packhouse, aber auch mindestens doppelt so viele Backpacker! Da die Stadt zu klein ist um darauf zu hoffen, dass wir beide etwas anders als Seasonal Work finden haben wir beschlossen uns zunächst noch Mount Cook (höchster Berg Neuseelands) und Lake Tekapo (für viele die wir getroffen haben ein absolutes Highlight) anzusehen und anschließend wieder in den Norden der Südinsel zu fahren um in Blenheim oder Motueka nach Arbeit zu suchen. Chris und Milan sind erstmal noch in Alexandria geblieben, werden aber eventuell auch bald hoch fahren.
Gestern waren wir dann beim Mount Cook und haben zwei Wanderungen mit jeweils einer Stunde gemacht. Nachdem wir gegessen hatten haben wir beschlossen das gute Wetter zu nutzen und gleich noch eine dritte zu gehen. Es war schon halb neun als wir los sind, aber noch hell. Da dies nicht die typische Wanderzeit war haben wir bei unserem letzten Weg ganz viele Hasen in der Wiese hoppeln sehen. Nicht nur so kleine Kaninchen, wie wir sie schon auf der Nordinsel gesehen hatten, sondern so richtig große Berghasen! Natürlich fanden wir das ganz toll, auch wenn uns die lieben plüschigen Freunde später etwas auf die Nerven gegangen sind: Bei der Rückfahrt über eine Schotterstraße ist der Yoshi in Schrittgeschwindigkeit gekrochen um auch ja kein Hasenbaby zu überfahren. Die großen Hasen sind immer gleich abgehaun, aber die kleinen haben es nicht gecheckt und sind teilweise im Zick-zack über die Straße gehoppelt weil sie sich nicht für links oder rechts entscheiden konnten. So sind wir alle paar Meter stehen geblieben bis wir eeendlich irgendwo einen Schlafplatz gefunden haben. Ihr könnt euch ja vorstellen wie wir da im Dunkeln dahin kriechen und ich alle paar Meter schreie weil ich wieder irgendwo n Hasen entdeckt hab, der gleich über die Straße laufen will... ja, das war gestern... und jetzt sitzen wir gerade in Twizel in der Bücherei um das kostenlose W-LAN dort zu nutzen. Sobald dieser Eintrag und die ganzen Fotos online sind geht’s aber auch schon wieder weiter zum Lake Tekapo!
Ich habe ja versucht unsere Fotos möglichst nach Regionen zu sortieren, dieses mal geht das aber nicht ganz mit unserer Route auf, sodass die Fotos vom Mount Cook und unseren Wanderungen noch bei West Coast drinnen sind. Die anderen findet ihr in den Alben Canterbury und Otago.
Viel Spaß damit, wir hatten ihn auch ;)
Liebe Grüße,
Andrea
Monday, 1 February 2010
Tuesday, 19 January 2010
Unser erster Great Walk
Nein, die Ankündigung im letzten Eintrag war kein Witz! Wir sind wirklich einen der 10 Great Walks in Neuseeland gegangen und haben keinen Schritt bereut. Endlich konnten unsere Rucksäcke mal zeigen, dass sie mehr als ein Kleiderschrank im Van sind. Weils so schön war berichten wir dieses Mal wieder abwechselnd.
Nachdem wir Blenheim in Richtung Norden verlassen hatten, haben wir einen ersten halt in Nelson eingelegt, um dort einzukaufen und unsere Campingplätze im Abel Tasman National Park zu buchen. Ausserdem haben wir uns spontan entschieden, die gegangene Strecke mit einem AquaTaxi zurück zu fahren.
Die zwei weiteren Nächte (am 8.1. gings dann endlich los) verbrachten wir noch in Motueka, einer schönen kleinen Stadt nördlich von Nelson, bzw am Public Car Park des Abel Tasman.
Tag 1. von MaQ
Schlafsack, Isomatte, Zelt, Verpflegung, Campingkocher..... alles dabei? Jap! Na dann kannst ja los gehen! ... Um ca. 10 Uhr gings dann los. Anfangs waren unsere Rucksäcke schon extrem schwer. um die 20 Kilo beide. Doch wir hatten die Campingplätze schon bezahlt, und ausserdem tuts uns gut! Also weiter :)
Der gesamte Weg war einfach ein Traum.. man kam vom dunkelsten Urwald, indem sich Neuseelands seltenste Pflanzen und Tiere tummelten zu den schönsten Buchten mit azurblauem, extrem klarem Wasser... und das den ganzen Tag.
Nach etwa 5 Stunden kamen wir zum ersten Platz, an dem wir unser Wasser auffüllen konnten, The Anchorage. Der Weg dorthin lag allerdings nicht auf unserer eigentlichen Route, weswegen ich meinen Rucksack abnahm, um mich auf den Weg zu machen. Nach etwa einer Stunde war ich ziemlich erschöpft wieder an der Kreuzung, an der Andrea auf mich wartete. Es konnte also Weiter gehen. Vorraussichtliche Restdauer: 2 Stunden und 5 Minuten.
Die nächste Stunde war ziemlich anstrengend. Doch als wir nach etwa eineinhalb Stunden zu "Cleopatras Pool" kamen, war die Erschöpfung wie vergessen.
Über etliche Stufen von Felsen bahnt sich ein Bach den Weg in einen relativ grosses Becken, das wie ein Stausee agiert. Super zum Baden! :)
Nachdem wir dort eine halbe Stunde verbracht hatten, ging es weiter. Noch etwa eine Stunde, dann hatten wir unser erstes Camp, den Torrent Bay, erreicht.
2.Tag von Andrea
Um das Gewicht besser zu verlagern (und weil mein Geburtstag war) haben wir den zweiten Tag mit einem ausgiebigem Frühstück begonnen. Nachdem alle Blasen an den Füßen verarztet waren haben wir unser „Zelt“ abgebaut und uns wieder auf den Weg gemacht. Das Zelt hatten wir von dem Verkäufer unseres Vans dazu bekommen, jetzt wissen wir auch warum :D Es war zwar aufbaubar, aber eigentlich nur ein Stück Stoff, in das man vorn und hinten mit zwei Stangen aufstellen konnte. Wenn ihr die die Fotos seht werdet ihr wissen was ich meine...
Wie am Vortag konnte ich garnicht langsam genug gehen um bloß nichts zu verpassen. So musste ich feststellen, dass die Schwierigkeit eines Great Walks darin besteht vor lauter gucken nicht ständig über eine Wurzel zu fallen. Mit 21,5 Kg Gepäck auf dem Rücken wäre das natürlich besonders unangenehm. „Das gilt es zu vermeiden“. Also bin ich immer wieder stehen geblieben um mir all die kleinen Wunder genauer anzusehen und auch ab und zu ein Foto zu machen (denkt bloß nicht die Fotos, die wir online gestellt haben wären nur die Highlights. Solche Motive warten im Abel Tasman quasi hinter jeder Ecke). Vor lauter Staunen und Begeisterung über die wunderschöne Natur habe ich das Gewicht auf meinem Rücken immer wieder vergessen und mich einfach nur gefreut hier zu sein.
Hin und wieder musste ich aber auch an all die Leute daheim denken, die all das vielleicht nie sehen werden und da ergriff mich schon sowas wie Mitleid ;)
Nach ein paar Gesprächen mit meinen derzeitigen Reisepartnern musste ich aber feststellen, dass die Motivation zu so einem Track bei jedem anders ist. Manche Leute rasen da echt durch, wollen „einfach ankommen“, machen das ganze eigentlich nur um fit zu bleiben und beachten die kleinen Wunder am Wegesrand gar nicht. Danach würde ich ja nicht mal mit dem kleinen Zeh wackeln!
Also gut, nach ca. 2,5 Stunden haben wir über eine Stunde Pause bei Barks Bay gemacht. Bis dahin gings uns trotz Blasen an den Füßen und verspanntem Nacken super. Die letzte Stunde war aber echt hart! Der Berg wollte einfach nicht enden. Ewig lang nur Bergauf. MaQ war ein paar Meter vor mir und so wusste ich bei jedem Stöhnen von ihm, dass es nach der nächsten Kurve immer noch kein Ende hat. Total erschöpft kamen wir in Tonga Quarry an, wo die Mädls schon auf uns warteten. Spagetti mit Pesto war an diesem Abend ein richtiges Festessen für uns! Den Abend ließen wir mit zwei Kerzen am wunderschönen Strand mit Blick auf Tonga Island ausklingen. Hin und wieder hörte man das Jaulen der Seehunde, die auf der kleinen Insel leben. Wir sind dann zum Schlafen in unser Zelt gekrochen, ich bin aber später wieder alleine zurück zum Strand um mir noch ein bisschen den Sternenhimmel anzusehen. Bald darauf ging schon die Sonne auf, sodass ich zwar wenig Schlaf aber einen traumhaften Sonnenaufgang hatte.
Alles in allem hatte ich einen sehr schönen und mal ganz anderen Geburtstag den ich wohl nie vergessen werde.
3.Tag von MaQ
Heute hatten wir die beiden Tidal Crossings, die nicht mit einem längeren Weg umgangen werden können vor uns. Das eine gleich hinter unserem Campingplatz – der Strandlauf am Onetahuti Bay. Das Andere Crossing lag auf etwa drei Stunden des Weges. Beide dieser Überquerungen müssen innerhalb etwa zwei Stunden vor und nach der Ebbe überquert werden, weswegen wir schon um 9 Uhr losgingen. Für Andrea war der dritte Tag wohl der anstrengendste – jedenfalls kam es mir so vor.. allerdings hatten wir ein Problem; wir hatten keine Ahnung, wann Ebbe war :)
Am ersten Tag hatten wir von einem anderen Wanderer erfahren, dass sie an diesem Tag um 10 Uhr morgens war. Daraus schlossen wir: Das wird heute schon nicht viel anders sein!
Denkste! Wir haben uns ziemlich angestrengt, um bis 12 Uhr bei Awaroa, dem zweiten Tidal Crossing, zu sein, um es noch rechtzeitig überqueren zu können. Der Weg bis dort hin war denkbar schön.. vorallem das Crossing bei Onetahuti, bei dem man etwa 800 Meter an einem goldenen Sandstrand entlang laufen musste. Als wir um etwa 12 Uhr dann endlich in Awaroa angekommen waren, hetzten wir uns noch mehr. Wir zogen unsere Schuhe aus und überquerten das riesige Inlet, etwa einen Kilometer lang und bestimmt 5 Kilometer breit. Mitlerweile war es schon etwa 12:30. Endlich bei dem kleinen, wegweisenden Dreieck am anderen Ufer angekommen, waren wir ziemlich erschöpft – aber auch ziemlich froh darüber, es noch rechtzeitig geschafft zu haben.
Kurz bevor es wieder zum befestigten Wanderweg ging, hing noch ein kleines, weißes Zettelchen an einer grünen Holztafel – dort erfuhren wir, dass die Haupt-Ebbe heute genau um 12:20 gewesen ist... TOLL!
Der ganze Stress umsonst.. aber naja.. der Weg war trotzdem wunderbar und so sehr stressen liessen wir uns dann doch nicht.
Nach einer weiteren dreiviertel Stunde hatten es dann bis zum Campingplatz geschafft; (die Mädels hatten wir jeden Tag schon ihr Zelt aufgeschlagen) Es war ein relativ kleiner Platz etwa 100 Meter vom Strand entfernt. Da es den ganzen Tag schon nach Regen aussah, spannten wir zuerst unsere Plane auf, um darunter zu kochen.
Als wir fertig gegessen hatten, hörten wir auf einmal komische Geräusche von hinten herankommen. Als wir hinter unserer Plane hervorlugten, um nachzusehen, was dort war, entdeckten wir sie: zwei Wekas (Wikipedia!) , ein Männchen und sein Kind – etwa so groß wie Hühner, das junge natürlich etwas kleiner. Dadurch, dass wir uns extrem still verhielten, kamen die beiden Vögel sehr nah heran. Sie pickten die Reste unseres Essens aus der Pfanne und erforschten unsere Rucksäcke. Nie hätten wir gedacht, dass diese Laufvögel so zutraulich sind. Den gesamten restlichen Abend leisteten sie uns Gesellschaft. Allerdings hatten wir ein anderes Problem, um das wir uns kümmern mussten. Es fing ziemlich an zu regnen und das mochte unser Zelt nun garnicht. Nachdem wir versucht hatten, es mit der Plane zu sichern, was jedoch nicht so ganz klappte, beschlossen wir einfach mal, bei den Mädels im Zelt zu schlafen. Denen war das garnicht so unrecht, da den beiden grundsätzlich immer kalt war und sie Angst im dunklen Wald hatten, indem wir nunmal waren.
Langsam fing der Sturm an, sich so richtig aufzubauen. Wir mussten einige Male aus dem Zelt kriechen, um die Heringe wieder zu befestigen und die Regenplane neu zu spannen. Alles in allem war es doch ein ganz schönes Abenteuer, und eigentlich auch recht lustig.
Nach etwa zwei Stunden liess der Sturm nach und die Sonne kam wieder ein wenig heraus. Wir schliefen allerdings recht bald ein. Die Nacht war ziemlich ungemütlich.. doch auch diese ging vorüber...
4.Tag von Andrea
Wir sind alle fast gleichzeitig mit den selben zwei Gedanken aufgewacht: 1. RAUS HIER und 2.“Ich muss aufs klo“. Nachdem alle diesen beiden Bedürfnissen nachgegangen waren wollten wir mal nachsehen was aus unserem Zelt geworden war. Die Witze über einen Swimmingpool in unserem Zelt stellten sich als wahr heraus, sodass es uns nicht mehr gewundert hätte wenn ein Weka darin gebadet hätte. Zum Glück schien es sonnig zu werden, sodass wir beschlossen erstmal am Campingplatz zu bleiben, da das letzte Stück unserer Wanderung ohnehin nur eine Stunde dauern sollte, das Aqua Taxi aber erst für viertel vor fünf gebucht war. So legten wir die Plane und das Zelt in die Sonne zum Trocknen und ich legte mich an den Strand zum Tagebuch schreiben. Grad mal eine halbe Stunde war ich am Strand, schon kam MaQ und meinte ich soll mal nach oben schaun und schleunigst zum Campingplatz zurück kommen. Mal wieder stellten wir fest, dass sich das Wetter in Neuseeland von einer Minute zur anderen komplett ändern kann. Wo eben noch durch einen fast Wolkenlosen Himmel die Sonne geschienen hat waren jetzt dicke schwarze Regenwolken. Na toll... Mal wieder Stress, wie ich es hasse... Als wir gerade alles zusammengepackt hatten fing es auch schon an zu regnen und zwar in strömen. Ich konnte kaum 10 Meter weit sehen, so stark regnete es. Da es aber trotzdem warm war gings dann schon. Pitsch nass kamen wir nach einer Stunde in Totaranui an, wo wir duschen und uns im Information Center unterstellen konnten. Während wir auf unser Aqua Taxi warteten wechselte sich das Wetter ständig. Mal Sonnenschein, dann wieder Regen. Zum Glück war bei unserer Taxi Tour gerade Sonnenschein angesagt, sodass wir nochmal einen richtig schönen Abschluss hatten und all die Buchten an denen wir geschlafen oder pause gemacht haben noch einmal aus der gegenüberliegenden Perspektive sehen konnten. Bei Tonga Island machten wir einen kurzen Halt, sodass wir die Seehund Babys auf den Steinen sehen konnten.
Insgesamt kann man sagen, dass es für uns ab und zu anstrengend war, aber sich doch jeder Schritt gelohnt hat. All die wunderschönen Dinge, die wir dort sehen konnten werden wir wohl nie vergessen. Wahrscheinlich werden wir auch noch einen Great Walk gehen, dann aber mit besserem Zelt...
Nachdem wir wieder bei unserem Yoshi angekommen waren sind wir erstmal zum nächsten Takeaway gefahren um uns Fish'n'Chips zu holen. Als die Bäuche gefüllt waren ging es weiter nach Takaka, wo wir auch erstmal 3 Tage blieben, weil es uns dort so gut gefallen hat. Meine Lieblingsstadt bisher. ÜBERALL Hippies in jedem Alter, es leben quasi keine anderen Leute da. Keiner guggt blöd, wenn einem ein ca. 60 jähriger mit langem Bart und Dreads entgegen kommt. Jede menge kleine Läden von Künstlern aus der Region. Ansonsten gibt es noch 3 Klamotten Läden mit Hippie Kram, einer davon sogar für Kinderbekleidung und zahlreiche Bars mit Live Musik. Also wenn wir irgendwann mal auswandern sollten... Takaka is der Hammer, aber eigentlich auch die ganze Golden Bay Region.
Nachdem wir uns dann doch von Takaka verabschiedet haben sind wir weiter runter an die West Küste gefahren. Auf dem Weg von Westport nach Greymouth haben wir uns noch die Pancake Rocks angesehen. Riesen Felsen, die aussehen wie aufeinander gestapelte Pfannenkuchen. Auch davon stellen wir gleich mal ein paar Fotos online.
Im moment sind wir noch in Greymouth, werden aber voraussichtlich heute noch nach Hanmer Springs fahren, und dort ein Thermalbad gönnen und dann weiter zurück nach Kaikoura. Ich (Andrea) werde dort nämlich einen teil des Weihnachtsgeldes lassen und am 23.1. mit den Delfinen Schwimmen :)
Falls ich dort mit meiner Wasserdichten Cam Fotos machen kann bekommt ihr die natürlich auch zu sehen.
Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal,
Andrea und MaQ
Nachdem wir Blenheim in Richtung Norden verlassen hatten, haben wir einen ersten halt in Nelson eingelegt, um dort einzukaufen und unsere Campingplätze im Abel Tasman National Park zu buchen. Ausserdem haben wir uns spontan entschieden, die gegangene Strecke mit einem AquaTaxi zurück zu fahren.
Die zwei weiteren Nächte (am 8.1. gings dann endlich los) verbrachten wir noch in Motueka, einer schönen kleinen Stadt nördlich von Nelson, bzw am Public Car Park des Abel Tasman.
Tag 1. von MaQ
Schlafsack, Isomatte, Zelt, Verpflegung, Campingkocher..... alles dabei? Jap! Na dann kannst ja los gehen! ... Um ca. 10 Uhr gings dann los. Anfangs waren unsere Rucksäcke schon extrem schwer. um die 20 Kilo beide. Doch wir hatten die Campingplätze schon bezahlt, und ausserdem tuts uns gut! Also weiter :)
Der gesamte Weg war einfach ein Traum.. man kam vom dunkelsten Urwald, indem sich Neuseelands seltenste Pflanzen und Tiere tummelten zu den schönsten Buchten mit azurblauem, extrem klarem Wasser... und das den ganzen Tag.
Nach etwa 5 Stunden kamen wir zum ersten Platz, an dem wir unser Wasser auffüllen konnten, The Anchorage. Der Weg dorthin lag allerdings nicht auf unserer eigentlichen Route, weswegen ich meinen Rucksack abnahm, um mich auf den Weg zu machen. Nach etwa einer Stunde war ich ziemlich erschöpft wieder an der Kreuzung, an der Andrea auf mich wartete. Es konnte also Weiter gehen. Vorraussichtliche Restdauer: 2 Stunden und 5 Minuten.
Die nächste Stunde war ziemlich anstrengend. Doch als wir nach etwa eineinhalb Stunden zu "Cleopatras Pool" kamen, war die Erschöpfung wie vergessen.
Über etliche Stufen von Felsen bahnt sich ein Bach den Weg in einen relativ grosses Becken, das wie ein Stausee agiert. Super zum Baden! :)
Nachdem wir dort eine halbe Stunde verbracht hatten, ging es weiter. Noch etwa eine Stunde, dann hatten wir unser erstes Camp, den Torrent Bay, erreicht.
2.Tag von Andrea
Um das Gewicht besser zu verlagern (und weil mein Geburtstag war) haben wir den zweiten Tag mit einem ausgiebigem Frühstück begonnen. Nachdem alle Blasen an den Füßen verarztet waren haben wir unser „Zelt“ abgebaut und uns wieder auf den Weg gemacht. Das Zelt hatten wir von dem Verkäufer unseres Vans dazu bekommen, jetzt wissen wir auch warum :D Es war zwar aufbaubar, aber eigentlich nur ein Stück Stoff, in das man vorn und hinten mit zwei Stangen aufstellen konnte. Wenn ihr die die Fotos seht werdet ihr wissen was ich meine...
Wie am Vortag konnte ich garnicht langsam genug gehen um bloß nichts zu verpassen. So musste ich feststellen, dass die Schwierigkeit eines Great Walks darin besteht vor lauter gucken nicht ständig über eine Wurzel zu fallen. Mit 21,5 Kg Gepäck auf dem Rücken wäre das natürlich besonders unangenehm. „Das gilt es zu vermeiden“. Also bin ich immer wieder stehen geblieben um mir all die kleinen Wunder genauer anzusehen und auch ab und zu ein Foto zu machen (denkt bloß nicht die Fotos, die wir online gestellt haben wären nur die Highlights. Solche Motive warten im Abel Tasman quasi hinter jeder Ecke). Vor lauter Staunen und Begeisterung über die wunderschöne Natur habe ich das Gewicht auf meinem Rücken immer wieder vergessen und mich einfach nur gefreut hier zu sein.
Hin und wieder musste ich aber auch an all die Leute daheim denken, die all das vielleicht nie sehen werden und da ergriff mich schon sowas wie Mitleid ;)
Nach ein paar Gesprächen mit meinen derzeitigen Reisepartnern musste ich aber feststellen, dass die Motivation zu so einem Track bei jedem anders ist. Manche Leute rasen da echt durch, wollen „einfach ankommen“, machen das ganze eigentlich nur um fit zu bleiben und beachten die kleinen Wunder am Wegesrand gar nicht. Danach würde ich ja nicht mal mit dem kleinen Zeh wackeln!
Also gut, nach ca. 2,5 Stunden haben wir über eine Stunde Pause bei Barks Bay gemacht. Bis dahin gings uns trotz Blasen an den Füßen und verspanntem Nacken super. Die letzte Stunde war aber echt hart! Der Berg wollte einfach nicht enden. Ewig lang nur Bergauf. MaQ war ein paar Meter vor mir und so wusste ich bei jedem Stöhnen von ihm, dass es nach der nächsten Kurve immer noch kein Ende hat. Total erschöpft kamen wir in Tonga Quarry an, wo die Mädls schon auf uns warteten. Spagetti mit Pesto war an diesem Abend ein richtiges Festessen für uns! Den Abend ließen wir mit zwei Kerzen am wunderschönen Strand mit Blick auf Tonga Island ausklingen. Hin und wieder hörte man das Jaulen der Seehunde, die auf der kleinen Insel leben. Wir sind dann zum Schlafen in unser Zelt gekrochen, ich bin aber später wieder alleine zurück zum Strand um mir noch ein bisschen den Sternenhimmel anzusehen. Bald darauf ging schon die Sonne auf, sodass ich zwar wenig Schlaf aber einen traumhaften Sonnenaufgang hatte.
Alles in allem hatte ich einen sehr schönen und mal ganz anderen Geburtstag den ich wohl nie vergessen werde.
3.Tag von MaQ
Heute hatten wir die beiden Tidal Crossings, die nicht mit einem längeren Weg umgangen werden können vor uns. Das eine gleich hinter unserem Campingplatz – der Strandlauf am Onetahuti Bay. Das Andere Crossing lag auf etwa drei Stunden des Weges. Beide dieser Überquerungen müssen innerhalb etwa zwei Stunden vor und nach der Ebbe überquert werden, weswegen wir schon um 9 Uhr losgingen. Für Andrea war der dritte Tag wohl der anstrengendste – jedenfalls kam es mir so vor.. allerdings hatten wir ein Problem; wir hatten keine Ahnung, wann Ebbe war :)
Am ersten Tag hatten wir von einem anderen Wanderer erfahren, dass sie an diesem Tag um 10 Uhr morgens war. Daraus schlossen wir: Das wird heute schon nicht viel anders sein!
Denkste! Wir haben uns ziemlich angestrengt, um bis 12 Uhr bei Awaroa, dem zweiten Tidal Crossing, zu sein, um es noch rechtzeitig überqueren zu können. Der Weg bis dort hin war denkbar schön.. vorallem das Crossing bei Onetahuti, bei dem man etwa 800 Meter an einem goldenen Sandstrand entlang laufen musste. Als wir um etwa 12 Uhr dann endlich in Awaroa angekommen waren, hetzten wir uns noch mehr. Wir zogen unsere Schuhe aus und überquerten das riesige Inlet, etwa einen Kilometer lang und bestimmt 5 Kilometer breit. Mitlerweile war es schon etwa 12:30. Endlich bei dem kleinen, wegweisenden Dreieck am anderen Ufer angekommen, waren wir ziemlich erschöpft – aber auch ziemlich froh darüber, es noch rechtzeitig geschafft zu haben.
Kurz bevor es wieder zum befestigten Wanderweg ging, hing noch ein kleines, weißes Zettelchen an einer grünen Holztafel – dort erfuhren wir, dass die Haupt-Ebbe heute genau um 12:20 gewesen ist... TOLL!
Der ganze Stress umsonst.. aber naja.. der Weg war trotzdem wunderbar und so sehr stressen liessen wir uns dann doch nicht.
Nach einer weiteren dreiviertel Stunde hatten es dann bis zum Campingplatz geschafft; (die Mädels hatten wir jeden Tag schon ihr Zelt aufgeschlagen) Es war ein relativ kleiner Platz etwa 100 Meter vom Strand entfernt. Da es den ganzen Tag schon nach Regen aussah, spannten wir zuerst unsere Plane auf, um darunter zu kochen.
Als wir fertig gegessen hatten, hörten wir auf einmal komische Geräusche von hinten herankommen. Als wir hinter unserer Plane hervorlugten, um nachzusehen, was dort war, entdeckten wir sie: zwei Wekas (Wikipedia!) , ein Männchen und sein Kind – etwa so groß wie Hühner, das junge natürlich etwas kleiner. Dadurch, dass wir uns extrem still verhielten, kamen die beiden Vögel sehr nah heran. Sie pickten die Reste unseres Essens aus der Pfanne und erforschten unsere Rucksäcke. Nie hätten wir gedacht, dass diese Laufvögel so zutraulich sind. Den gesamten restlichen Abend leisteten sie uns Gesellschaft. Allerdings hatten wir ein anderes Problem, um das wir uns kümmern mussten. Es fing ziemlich an zu regnen und das mochte unser Zelt nun garnicht. Nachdem wir versucht hatten, es mit der Plane zu sichern, was jedoch nicht so ganz klappte, beschlossen wir einfach mal, bei den Mädels im Zelt zu schlafen. Denen war das garnicht so unrecht, da den beiden grundsätzlich immer kalt war und sie Angst im dunklen Wald hatten, indem wir nunmal waren.
Langsam fing der Sturm an, sich so richtig aufzubauen. Wir mussten einige Male aus dem Zelt kriechen, um die Heringe wieder zu befestigen und die Regenplane neu zu spannen. Alles in allem war es doch ein ganz schönes Abenteuer, und eigentlich auch recht lustig.
Nach etwa zwei Stunden liess der Sturm nach und die Sonne kam wieder ein wenig heraus. Wir schliefen allerdings recht bald ein. Die Nacht war ziemlich ungemütlich.. doch auch diese ging vorüber...
4.Tag von Andrea
Wir sind alle fast gleichzeitig mit den selben zwei Gedanken aufgewacht: 1. RAUS HIER und 2.“Ich muss aufs klo“. Nachdem alle diesen beiden Bedürfnissen nachgegangen waren wollten wir mal nachsehen was aus unserem Zelt geworden war. Die Witze über einen Swimmingpool in unserem Zelt stellten sich als wahr heraus, sodass es uns nicht mehr gewundert hätte wenn ein Weka darin gebadet hätte. Zum Glück schien es sonnig zu werden, sodass wir beschlossen erstmal am Campingplatz zu bleiben, da das letzte Stück unserer Wanderung ohnehin nur eine Stunde dauern sollte, das Aqua Taxi aber erst für viertel vor fünf gebucht war. So legten wir die Plane und das Zelt in die Sonne zum Trocknen und ich legte mich an den Strand zum Tagebuch schreiben. Grad mal eine halbe Stunde war ich am Strand, schon kam MaQ und meinte ich soll mal nach oben schaun und schleunigst zum Campingplatz zurück kommen. Mal wieder stellten wir fest, dass sich das Wetter in Neuseeland von einer Minute zur anderen komplett ändern kann. Wo eben noch durch einen fast Wolkenlosen Himmel die Sonne geschienen hat waren jetzt dicke schwarze Regenwolken. Na toll... Mal wieder Stress, wie ich es hasse... Als wir gerade alles zusammengepackt hatten fing es auch schon an zu regnen und zwar in strömen. Ich konnte kaum 10 Meter weit sehen, so stark regnete es. Da es aber trotzdem warm war gings dann schon. Pitsch nass kamen wir nach einer Stunde in Totaranui an, wo wir duschen und uns im Information Center unterstellen konnten. Während wir auf unser Aqua Taxi warteten wechselte sich das Wetter ständig. Mal Sonnenschein, dann wieder Regen. Zum Glück war bei unserer Taxi Tour gerade Sonnenschein angesagt, sodass wir nochmal einen richtig schönen Abschluss hatten und all die Buchten an denen wir geschlafen oder pause gemacht haben noch einmal aus der gegenüberliegenden Perspektive sehen konnten. Bei Tonga Island machten wir einen kurzen Halt, sodass wir die Seehund Babys auf den Steinen sehen konnten.
Insgesamt kann man sagen, dass es für uns ab und zu anstrengend war, aber sich doch jeder Schritt gelohnt hat. All die wunderschönen Dinge, die wir dort sehen konnten werden wir wohl nie vergessen. Wahrscheinlich werden wir auch noch einen Great Walk gehen, dann aber mit besserem Zelt...
Nachdem wir wieder bei unserem Yoshi angekommen waren sind wir erstmal zum nächsten Takeaway gefahren um uns Fish'n'Chips zu holen. Als die Bäuche gefüllt waren ging es weiter nach Takaka, wo wir auch erstmal 3 Tage blieben, weil es uns dort so gut gefallen hat. Meine Lieblingsstadt bisher. ÜBERALL Hippies in jedem Alter, es leben quasi keine anderen Leute da. Keiner guggt blöd, wenn einem ein ca. 60 jähriger mit langem Bart und Dreads entgegen kommt. Jede menge kleine Läden von Künstlern aus der Region. Ansonsten gibt es noch 3 Klamotten Läden mit Hippie Kram, einer davon sogar für Kinderbekleidung und zahlreiche Bars mit Live Musik. Also wenn wir irgendwann mal auswandern sollten... Takaka is der Hammer, aber eigentlich auch die ganze Golden Bay Region.
Nachdem wir uns dann doch von Takaka verabschiedet haben sind wir weiter runter an die West Küste gefahren. Auf dem Weg von Westport nach Greymouth haben wir uns noch die Pancake Rocks angesehen. Riesen Felsen, die aussehen wie aufeinander gestapelte Pfannenkuchen. Auch davon stellen wir gleich mal ein paar Fotos online.
Im moment sind wir noch in Greymouth, werden aber voraussichtlich heute noch nach Hanmer Springs fahren, und dort ein Thermalbad gönnen und dann weiter zurück nach Kaikoura. Ich (Andrea) werde dort nämlich einen teil des Weihnachtsgeldes lassen und am 23.1. mit den Delfinen Schwimmen :)
Falls ich dort mit meiner Wasserdichten Cam Fotos machen kann bekommt ihr die natürlich auch zu sehen.
Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal,
Andrea und MaQ
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